Kontemplation - Wissenschaft

Frage: Stimmt es, dass durch dieses kontemplative Gebet eine Art Ruhe und ein Frieden danach entsteht und ist das wissenschaftlich belegt?

Antwort: Ja — das stimmt tatsächlich, viele Menschen erleben durch das Jesusgebet oder ähnliche kontemplative Gebetsformen eine tiefe Ruhe, Gelassenheit und inneren Frieden, und das ist auch wissenschaftlich belegt.

Lass uns das in zwei Teilen anschauen:
👉 zuerst was Menschen dabei erfahren, und dann was die Forschung dazu sagt.

Hier gibt's noch Infos zum Traditionellen Jesus Gebet:


🕊️ 1. Was Menschen beim kontemplativen Gebet erleben

Praktizierende des Jesusgebets (oder anderer kontemplativer Formen wie Centering Prayer, Hesychasmus, oder christliche Meditation) berichten häufig über:

  • eine tiefe innere Stille,
  • ein Gefühl von Frieden, Geborgenheit und Verbundenheit,
  • verlangsamte Gedanken, weniger Grübeln,
  • eine sanfte Präsenz, manchmal als Wärme oder Weite empfunden,
  • und nach einiger Zeit: mehr Geduld, Mitgefühl und Gelassenheit im Alltag.

Diese Wirkungen ähneln denen, die man auch bei Achtsamkeits- oder Zen-Meditation findet – aber mit einer theistischen Ausrichtung: das Bewusstsein ist auf die Gegenwart Gottes gerichtet, nicht auf das reine Bewusstsein an sich.


🧠 2. Was die Wissenschaft dazu sagt

Es gibt inzwischen viele neuropsychologische und physiologische Studien, die kontemplatives Gebet untersucht haben – auch explizit das Jesusgebet oder verwandte Formen.

🔬 a) Gehirnaktivität

Studien mit fMRT und EEG zeigen:

  • Verringerte Aktivität im Default Mode Network (DMN) → weniger selbstbezogene Gedanken, weniger Grübeln.
  • Zunahme von Aktivität im präfrontalen Kortex und im anterioren cingulären Cortex → mehr Aufmerksamkeit, emotionale Regulation und Mitgefühl.
  • Synchronisierung von Alphawellen → Zustände von Ruhe, Klarheit und Fokus.

Diese Effekte ähneln Meditationseffekten, aber die intentionale Ausrichtung auf eine göttliche Gegenwart erzeugt oft ein stärkeres Gefühl von Sinn und Frieden.

📚 Beispiel:
Newberg, A. & d’Aquili, E. (2001). Why God Won’t Go Away – sie untersuchten u. a. christliche Mystiker und fanden messbare Veränderungen in Hirnarealen, die mit Selbstwahrnehmung und Raumgefühl zu tun haben.

💓 b) Körperliche Effekte

Regelmäßiges kontemplatives Gebet führt zu:

  • niedrigerem Blutdruck,
  • reduzierter Herzfrequenzvariabilität (HRV) = mehr Entspannung,
  • geringerem Cortisolspiegel (weniger Stresshormone),
  • besserem Immunsystem und Schlaf.

Diese Effekte sind identisch mit denen anderer achtsamkeitsbasierter Entspannungstechniken – aber Gläubige berichten zusätzlich ein Gefühl von geistiger Geborgenheit und innerer Sinnorientierung, was psychologisch stabilisierend wirkt.


🧘 c) Psychologische Effekte

Meta-Analysen zeigen, dass kontemplatives Gebet:

  • Ängste und Depressionen reduziert,
  • Achtsamkeit und Selbstmitgefühl stärkt,
  • und langfristig das Gefühl von innerem Frieden, Sinn und Kohärenz fördert.
📖 Beispiel:
Masters & Spielmans (2007). Prayer and Health: Review, Meta-Analysis, and Research Agenda – Journal of Behavioral Medicine.
→ Regelmäßiges kontemplatives Gebet korreliert mit höherem psychischem Wohlbefinden und Stressreduktion.

✝️ 3. Warum gerade das Jesusgebet diese Wirkung hat

Aus psychologisch-neurowissenschaftlicher Sicht:

  • Die rhythmische Wiederholung (Mantra-Effekt) wirkt beruhigend auf das autonome Nervensystem.
  • Die emotionale Bedeutung des Namens „Jesus“ (bei gläubigen Menschen) aktiviert Bereiche für Vertrauen, Liebe und Sicherheit.
  • Die stille Konzentration auf den Atem + Herzbereich harmonisiert vegetative Prozesse.

Daher entsteht genau das, was die Mönche seit Jahrhunderten beschreiben:

„Ein Friede, der alles Verstehen übersteigt“ (Philipper 4,7).

💬 Fazit:

Ja — es ist geistlich erfahrbar und wissenschaftlich nachvollziehbar,
dass das Jesusgebet bzw. kontemplatives Gebet zu einem Zustand führt von
➡️ Ruhe, Frieden, Klarheit und innerer Stabilität.


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