Oktober - Von der Stille direkt ins Stadion ⚽🌿
Hallo, mein Freund!
Komm rein, setz dich hin und mach es dir bequem!
Kaffee oder Tee? Tja, dann musst du wohl noch einmal aufstehen. 😅
Wenn du dann alles hast, sei willkommen.
Ich wünsche dir viel Spaß in den nächsten Minuten. ❤️
Vermutlich wäre es am besten, mit Dank zu beginnen, jedenfalls wenn es darum geht, wie ich ein Gebet starten sollte. 🙏
Also: vielen Dank! … fürs Lesen, fürs Dabeisein, für die finanzielle Unterstützung und für die Unterstützung in Gemeinschaft und im Gebet.
Die letzten Tage und Wochen waren extrem konfrontativ.
Ich war vor allem mir selbst ausgeliefert.
Also, heute ist der 26.10.
Das heißt, es ist tatsächlich gerade mal knapp drei Wochen her seit meinem letzten Update.
(Stimmt nicht – jetzt ist der 13.11., also hat es doch noch einmal ewig gedauert 😅)
Trotzdem: Von der Menge, die ich hier erlebe, könnte ich wahrscheinlich jetzt schon ein kleines Buch füllen.
Wieder werde ich den Eintrag in mehrere Etappen unterteilen, da im Oktober noch ein anderer Plan stattfindet als in den restlichen neun Monaten. 📖
An alle mit Flamies, die das folgende lesen:
Wenn du dich auf Bildern oder Videos entdeckst und nicht hier „verewigt“ werden willst, melde dich bitte bei mir, und ich lösche das Bild auf dem du zu sehen bist! 🚫
Woche 2
Woche zwei beginnt mit ALL Staff — das bedeutet, dass sich das gesamte Missionars- und Mitarbeiterteam im Gebetsraum zu einer gemeinsamen Fürbittstunde versammelt. Diese Art der Versammlung findet einmal pro Woche statt, und wir Flamies dürfen daran teilnehmen. 🙌
Dieses Mal waren wir das Thema. Wir wurden lautstark vom gesamten Team begrüßt und nach einer halben Stunde Lobpreis in unserer Rolle als Jüngerschaftler eingesegnet.
Das Ganze geschah in Form von Gebeten der Mitarbeiter und ggf. prophetischen Eingebungen.
Ich habe mich sehr wohlgefühlt in diesem Raum. Eine dieser Eingebungen möchte ich teilen:
MC, eine Missionarin namens Charlotte, hatte für mich das Bild eines Mannes, der in sich eine Blockade hat – etwas, das sich aufstaut und ans Licht kommen will. Dann sagte sie mir, wie sich dieses Angestaute in einer Explosion entlädt und wie ich „positiv wild“ lebe – ein wilder Glaube, mitreißend. 🔥
Ich wünsche mir, dass Gott eine solche Entwicklung für mich vorgesehen hat. Aktuell sehe ich das zwar noch nicht, aber ich bin gespannt, wie mein Leben in neun Monaten aussieht.
Mittwoch und Donnerstag standen im Zeichen der Vorbereitung und Durchführung der Lebensbereinigung.
Die Lebensbereinigung ist ein Komplettpaket der Abgabe in drei Punkten:
Buße, Lossagegebet und Vergebung.
1. Buße (Umkehr)
Bedeutung:
Buße heißt, seine Sünden vor Gott zu bekennen, umzukehren und sich neu ihm zuzuwenden. Es ist kein Akt der Scham, sondern ein Schritt der Freude – denn Gott freut sich über jedes Herz, das zu ihm zurückkehrt. ✨
Wichtig ist der Glaube daran, dass Gott dir direkt vergeben hat – und vergib auch dir selbst.
Bibelstelle:
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
(Johannes 3,16)
2. Lossagegebet
Bedeutung:
Hier trennst du dich bewusst von allem, was dich oder deine Familie bindet oder was ggf. in der Vergangenheit passiert ist – von Schuld, negativen Einflüssen, falschen Bindungen oder dämonischem Druck.
Du erklärst Jesus Christus zum alleinigen Herrn über all das.
Bibelstelle:
„Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“
(Johannes 8,36) 🙏
3. Vergebung
Bedeutung:
Vergebung bedeutet, Gottes Vergebung dankbar anzunehmen und auch anderen und sich selbst zu vergeben. 💛
Ein weiterer Schritt:
Bete für die Person, die dir schuldig geworden ist,
und segne sie.
Bibelstelle:
„Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“
(Epheser 4,32)
Oder auch das Gleichnis, das Jesus in Matthäus 18,23–35 erzählte, passt hier sehr gut.
Anschließend war mein körperliches Gefühl sehr friedlich, aber abgesehen davon habe ich keine Veränderungen wahrgenommen.
Samstag war tough, denn wir sollten acht Stunden am Stück im Gebetsraum verbringen.
Wieder aufgeteilt in Schichtgruppen A–B und C–D.
Das heißt, ich war von 8:00 bis 16:00 Uhr im Gebetsraum. 🙏
Dazu haben wir ein Handout bekommen, mit Dingen, die wir in der Zeit tun können.
Auf dem Handout stand sowas wie, lese den kompletten Epheser Brief oder beobachte, was sich im Raum ereignet.
Genau erinnere ich mich nicht mehr.
Trotzdem konnte ich in den acht Stunden ein gutes Gefühl für die restlichen Monate bekommen.
Die ersten vier Stunden gingen rum wie im Flug. Dann habe ich 15 Minuten Pause gemacht und zu Mittag gegessen.
Als ich mich dann wieder in den Gebetsraum begeben hatte, ist die Zeit nur noch schleichend vergangen.
Da Mathis am Sonntag Geburtstag hatte, bin ich auf die Idee gekommen, ihm etwas zu backen.
Beziehungsweise habe ich ehrlicherweise erst die Mädels in der oberen Wohnung gefragt, ob sie ihm etwas backen wollen.
Sie haben mich dann auf die Idee gebracht, Mathis eine Nutella-Pfannenkuchentorte zu machen. 🎂
Der Geburtstag war toll, und die Torte hatte pro Stück wahrscheinlich 2000 kcal – sie war überragend lecker!
Hier das Beweisbild und die Story dazu:

Das Prinzip der Torte ist eigentlich einfach:
Erst ein Pfannkuchen, dann darauf Nutella und Schlagsahne. Gelegentlich kommt auf eine Schicht Nutella noch zusätzlich eine geschnittene Banane. 🍌
Das wiederholt sich dann so lange, bis die Torte eine ordentliche Höhe hat.
Schritt eins war noch sehr leicht. 12 der 18 Pfannkuchen haben es auf die Torte geschafft, der Rest wurde von Freiwilligen direkt gegessen. 😋
Schritt zwei: Schlagsahne.
Eigentlich auch nicht so schwer – da wir (Simon und ich) keine Maschine hatten,
haben wir abwechselnd mit einem Schneebesen 600 ml Schlagsahne geschlagen.
Nach 25 Minuten entstand erst eine weiche und dann eine dickflüssige Masse.
Hab Danke gesagt
⭐️ Achievement unlocked! ⭐️
Wir haben Butter hergestellt. 🧈
Von Schlagsahne, wie ich sie kenne, war in dem gesamten Prozess nichts zu sehen.
Also – ein bisschen enttäuscht und ein bisschen begeistert – bin ich zum Norma gefahren
und habe noch einmal 800 ml Sahne gekauft, um sicherzugehen.
Mein „Butter-Ergebnis“ habe ich den Mädels gezeigt und dann ein Rührgerät bekommen.
Vielen Dank!
Mit neuem Selbstvertrauen habe ich mich an die neuen 400 ml gemacht
und so hart und lange gemixt, dass wieder Butter daraus wurde –
obwohl Simon mir mehrfach sagte, dass es doch gut sei. Ich war nicht überzeugt.
Nach dem zweiten Fehlschlag habe ich mich dazu entschieden, die restlichen 400 ml hochzubringen
und unsere Spenderin zu bitten, mir zu demonstrieren, wie man die Maschine richtig benutzt.
Nach weniger als zwei Minuten war die Schlagsahne fertig.
Geschafft, dachte ich mir – jetzt noch Mascarpone untermischen und fertig!
Doof nur, dass ich statt untermischen „untermixen“ verstanden habe. 😅
Also Mascarpone rein, Mixer an – und zack, war Mascarpone mit Butter entstanden. 👐
Statt Schlagsahne habe ich dann Sprühsahne verwendet.
Dafür gabs die nächsten Tage selbstgemachte Butter!🫠
Woche 3
Kontemplative Tage
Montag bis Mittwoch fanden die kontemplativen Tage statt, angeleitet von Johannes Hartl.
Das bedeutete: drei Tage absolute Stille und auch drei Tage Medienfasten. 📵
Und mit Medien war nicht nur das Smartphone gemeint, sondern auch Musikmachen, Bücherlesen jeglicher Art und alle Arten von Gesellschaftsspielen.
Und das war wirklich tough. Ich wusste schon länger davon und hatte mich darauf gefreut – ich hatte nur wirklich nicht damit gerechnet, dass es so schwer werden würde.
Von 09:00 bis 17:00 Uhr war Programm.
Am ersten Tag war unsere Aufgabe, einfach in die Natur zu gehen und wahrzunehmen. Nicht zu bewerten, sondern wirklich nur zu schauen und zu bewundern – immer wieder mit dem Satz von Johannes Hartl im Kopf:
„Was ereignet sich da?“
Einfach nur wahrnehmen. 🍂
So habe ich zum Beispiel schnell festgestellt, dass der Herbst wirklich sehr, sehr schön sein kann.
Zum anderen hatte ich Erkenntnisse wie:
„Diesen Stein in dieser Form, Größe und Farbe gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt – genau hier.“
Oder etwas persönlicher:
„Dass ich Tieren extrem gerne beim Leben zuschaue und die Herbstblumen atemberaubend schön finde.“
Dafür finde ich Bäume immer noch stinklangweilig, und es fällt mir schwer, nur auf dem Weg zu bleiben. Jede Abzweigung in den Wald und jeder Tierpfad wurden untersucht. Dabei habe ich wirklich diese kindliche Neugier wiederentdeckt. 🌿
Nur frustrierend war, dass ich all das niemandem zeigen, niemandem davon erzählen und niemanden an dem teilhaben lassen konnte, was ich toll fand.
Der restliche Inhalt der drei Tage war das kontemplative Gebet.
Man nimmt eine meditative Haltung ein und beginnt, in sich hineinzuspüren und zu hören.
Wieder höre ich in mir Johannes Hartls Stimme, die mir zuflüstert:
„Was ereignet sich da – nimm einfach wahr.“
Wir nehmen also wahr – vom kleinen Zeh bis in die Haarspitzen, Stück für Stück, Zentimeter für Zentimeter.
Dann unseren Atem und den Weg des Atems: durch die Nase hinein in die Bronchien, von dort in die Lungen und hinunter bis ins Zwerchfell.
Anschließend gehen wir in unsere Arme und Hände. Wir heben die Hände und konzentrieren uns auf die Handinnenflächen und auf den Raum dazwischen.
Spannend an diesem Schritt war das Gefühl, das ich in dem Moment zwischen meinen Händen wahrgenommen habe:
Meine Hände fühlten sich mal wie zwei gleiche Magnete an, die sich gegenseitig abstoßen, und mal wie ein Magnet, der sich langsam, aber mit viel Kraft anzieht.
Wenn du hier klickst, kommst du zu der Antwort, die ChatGPT mir zu diesem Phänomen beschrieben hat.
Der letzte Schritt war, in jeden Atemzug das bekannte Jesusgebet hineinzubeten – leise, ohne es laut zu sprechen.
Das Jesusgebet lautet traditionell:
„Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner, des Sünders.“
Wir haben es in gekürzter Form gesprochen:
Beim Einatmen „Christus“ – für den Auferstandenen,
beim Ausatmen „Jesus“ – für den, der zu uns auf die Erde gekommen ist. ✨
Dabei berufe ich mich auf Markus 16,17–18:
„Diese Zeichen aber werden die begleiten, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“
Allein der Name Jesu hat Macht – und das beten wir in dieser kontemplativen Gebetsform aus, die uns in eine Art Meditation führt.
Auch zum Jesusgebet habe ich Mr. Allwissen To Go befragt. 😄
Ich habe bisher nichts dabei erlebt, außer den wissenschaftlich belegten Effekt, dass ich danach ruhiger und gefasster bin – mit einem Gefühl des Friedens in mir.
Zusammenfassend waren die drei Tage für mich intensiv und gut.
Ich habe zwar weniger gemerkt, dass irgendetwas hochgekommen wäre, das ich aktiv verarbeiten müsste – wie bei anderen –,
dafür habe ich eine innere Ruhe wahrgenommen.
Es war einfach still in mir. Ich konnte meine Gedanken klar und ohne Widerhall wahrnehmen.
Tough wurde die Zeit durch das ständige Nichtstun. Man ist viel früher ins Bett gegangen, weil es einfach nichts zu tun gab – und auch das Gefühl von Langeweile war am Ende ziemlich unerträglich. 😅
Trotzdem sage ich ehrlich: Ich will es wieder tun – mir die Zeit nehmen, um zu schweigen und zu fasten.
Donnerstag
Donnerstag war anders.
Ich bin Mittwochabend nach Rottweil gefahren und von dort mit Oma nach Königsfeld.
Donnerstag war die Beerdigung von Opa.
Er ist am 27.09.2025 mit 74 Jahren in seinem Zuhause an Krebs gestorben.
Ende August wurde der Krebs diagnostiziert, und Ende September war es vorbei.
Ich bin immer noch am Verarbeiten.
So richtig klar ist es mir immer noch nicht, dass er nicht wiederkommt –
und ich glaube, auch wenn es doof klingt, das ist auch etwas, das ich hier lernen werde: das Trauern.





Dabei wird auf einmal deutlich, wie schnell das Leben vorbei sein kann.
Ich hatte mich darauf gefreut, meinem Opa meine (noch nicht existierende) Freundin vorzustellen
und ihn darum zu bitten, mir in meiner (ebenfalls noch nicht vorhandenen) Wohnung etwas Handwerkliches zu tun –
eine Glühbirne zu wechseln oder eine Wand zu streichen –
und dann gemütlich ein Feierabendbierchen zu trinken und über Gott und die Welt zu reden.
Leider bleibt das wahrscheinlich für immer ein Traum.
Nichts destotrotz geht das Leben weiter.
Freitag
Ab heute lesen wir jeden Tag fünf Kapitel in der Bibel. 📖
Starten tun wir bei:
Mose 1,1 | Psalm 1,1 | Prediger 1,1 | Matthäus 1,1 | Apostelgeschichte 1,1
Falls du mehr wissen willst – schreib mir.
Genauso auch bei den anderen Punkten, über die ich hier geschrieben habe.
Alles aufzuschreiben wäre einfach zu viel und zu zeitaufwendig.
Kurz nach den Kontemplativen Tagen war ich in Bobingen Spazieren und wow!
Es ist Herrlich hier!



Samstag
Samstag war nochmal besonders –
zum einen wegen des gemeinsamen Abendessens bei Peter Pane mit allen Flamies,
und zum anderen wegen der Challenge, die vorher stattfand.
Was du gleich siehst, ist das Ergebnis des Flamazing Race, organisiert von David,
einem ehemaligen Flamie-Teilnehmer, der sich diese Challenge für uns ausgedacht hat. 🎬
Das Ziel war es, an verschiedenen Spots in Augsburg kurze Videos zu verschiedenen Aufgaben zu machen.
Zum Beispiel:
– Filme drei Straßenbahnen in einem Video.
– Singe ein Lobpreislied auf dem Königsplatz. 🎶
In der Nacht von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag haben Luuk und ich das Video geschnitten und an David geschickt.
Wer Luuk ist, erfährst du in Woche 4.
Die Teams waren die Schichtgruppen, um auch hier mehr Gemeinschaft zu fördern.
So entstanden vier verschiedene Videos –
und wir haben mit unserem 138 Punkten gewonnen! 🏆
Die Punkte haben sich je nach Aufgabe zusammengesetzt.
Das ist unser Video geworden:
B steht für Burning - Weil Schichtgruppe B
Hier gibt noch Premium Content mit Luuk und Mathis, wie "wir" bis tief in die Nacht das Video geschnitten haben.
Und noch ein Bild das ich sehr mag ❤️

Woche 4
Montag bis Mittwoch waren wir am Starnberger See auf Klassenfahrt und im Jugendschloss von WDL.
Ich habe nichts dazu zu sagen und lasse einfach die Bilder für sich sprechen. 📸
Es war eine sehr schöne Zeit voller Gemeinschaft! 🤍
















Donnerstag fand der Heiliger-Geist-Tag statt sowie die Einführung in die Jüngerschaftsgruppen.
Eine Jüngerschaftsgruppe ist die Gruppe, die mich die restlichen neun Monate begleitet –
eine Gruppe, in der ehrlicher und tiefer Austausch stattfinden darf.
Unsere Gruppe besteht aus Simon, Luuk und mir.
Hier ein super Bild von uns. 😄

Der Heiliger-Geist-Tag war ein Tag, an dem wir den Heiligen Geist neu in unser Leben einladen
und Gebet von einigen Missionaren empfangen konnten. 🙏
Apostelgeschichte 2,38–39:
„Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“
und
Römer 8,14–16:
„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“
Diese Verse stimmen gut darauf ein.
Conny hatte uns gesagt, dass es vorkommen kann, dass manche von uns umfallen oder schreien könnten.
Ich bin von Anfang an davon ausgegangen, dass nichts passieren würde, da ich so etwas vorher noch nie erlebt hatte.
Als Conny dann aber für mich betete, spürte ich erst einen Druck in meinem Oberkörper
und dann, wie meine Beine immer schwerer wurden.
Ich bin erst auf der Stelle gelaufen und musste dann feststellen, dass es nichts bringt.
Ich musste mir mehrfach sagen:
„Nein, ich werde jetzt nicht umfallen – das wäre ja mega peinlich!“
Also bin ich standhaft geblieben.
Irgendwann habe ich Conny dann gesagt, dass ich mich hinsetzen möchte,
und habe mich schließlich grob auf den Boden fallen lassen.
So habe ich dann doch eine direkte Erfahrung mit dem Heiligen Geist gemacht –
womit ich vorher niemals gerechnet hätte. ✨
Danach wurde mir wieder klar, dass diese Zeit hier ein Prozess ist,
bei dem ich nicht sofort Erfolge oder Veränderungen wahrnehmen werde.
Ich darf mir wirklich Zeit lassen und mir keinen Druck machen.
Es ist wie eine Operation am offenen Herzen. ❤️🩹
Der Patient kann dem Arzt dabei auch nicht sagen, wie er es besser oder schneller machen soll –
er liegt einfach da und lässt es geschehen.
So sehe ich meine Situation auch:
Ich bin einfach da, lasse mich von Gott formen und tue nichts.
Ich lasse es geschehen – denn durch mein Zutun geht es nicht schneller,
sondern ich würde mir nur selbst unnötig Druck machen. 🌿
Woche 5
Dienstag war mein erster Arbeitstag in meinem Dienstbereich für die nächsten neun Monate.
– Der Shop – 🛍️
Meine Aufgabe wird es sein, aktiv im Verkauf der MEHR-Konferenz mitzuarbeiten, dir CDs anzudrehen 😄 …
und mich in der restlichen Zeit einerseits um den Versand und andererseits um den Online-Shop zu kümmern.
Im Versand bedeutet das, Onlinebestellungen zu bearbeiten und zu verschicken. 📦
Der Bereich des Online-Shops ist meinem alten Beruf – Fachinformatiker – geschuldet.
Das Ziel ist es, den Shop auf ein neues Level zu bringen:
die schlechten Produktbilder zu ersetzen, Altes raus – Neues rein. 💻✨
Hier geht's zum Shop

Auch für die MEHR-Konferenz gibt es jetzt Tickets.
Ich habe noch etwa zwei Plätze in meinem Zimmer.
Auf der Mehr Konferenz werde ich fast ausschließlich im Shop Bereich Arbeiten.
Also falls du am Start bist sehen wir uns spätestens da.
Mittwoch und Donnerstag waren Track Days.
Ich bin übrigens im Fürbitter-Track, daneben gibt es noch den Lobpreis-Track. 🙏
Wir – das heißt alle Fürbitter, haben in diesen zwei Tagen eine Methode der Fürbitte kennengelernt, angeleitet durch Rebekka Diehl und Lisa Hartmann.
Harp and Bowl ist ein Gebetsmodell, das helfen soll, 24/7 Gebet aufrechtzuerhalten.
Die Harfe steht für Lieder, Musik, Gesang; die Schale für die gesprochenen Gebete – Offenbarung 5,8.
Es soll eine Atmosphäre schaffen, in der es leicht fällt, zu beten, sich am Gebet zu beteiligen und über einen längeren Zeitraum im Gebet zu bleiben.
Als Modell zeichnet sich H&B vor allem dadurch aus, dass Struktur und Spontanität, Musik und gesprochene Gebete, biblische (bzw. formulierte) und freie, persönliche Gebete miteinander verbunden werden.
Was das praktisch bedeutet, kannst du Freitags ab 15:00 Uhr im Livestream sehen. 🎥
Andernfalls kannst du hier auch meine selbstgeschriebene Anleitung dazu lesen:
Erste November-Woche
Am Samstag hatten wir wieder Big Saturday und haben in verschiedenen Bereichen am Event mitgearbeitet.
Ich war im Gebetsteam von 17:00 bis 21:00 Uhr und habe im Gebetsraum gebetet … teilweise.
Einen anderen großen Teil der Zeit habe ich die Bibel gelesen und ca. 10 % der Zeit habe ich gezeichnet. ✍️
Hier ein Ausschnitt:

Zurück zum Montag:
Wir hatten den Vormittag deshalb frei als Ausgleichszeit.
Danach ging es weiter mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat.
Es wurde eine Runde gemacht, in der jeder sein Oktober-Zeugnis teilen durfte.
Ich erinnere mich nicht mehr genau, was ich gesagt habe –
ich habe nur die Erkenntnis getroffen, dass ich mich besonders gut durch andere Menschen reflektieren kann.
Währenddessen, während alle anderen redeten, konnte ich daraus super ableiten, was bei mir passiert ist.
Jetzt brauche ich nur noch einen Weg, mir das auch zu merken.
Dienstag und Mittwoch waren zwei Intensivtage zum Thema Intimität / Selbstbefriedigung und Pornographie.
Rebecca, die mit uns die Tage gestalten wollte, war im neunten Monat schwanger. 🤰
Sie war schon hier in Augsburg angekommen, als sie sich entschied, den Unterricht stattdessen online zu halten.
Nach dieser Entscheidung ist sie wieder nach Hause nach Stuttgart gefahren.
Auf der Fahrt setzten dann die Wehen ein.
Mittwochmittag kam ihr Kind gesund zur Welt! 🎉
Also hatten wir Vertretung durch Tobi Braun und spontan durch Johannes Hartl.
Von beidem wird hier nichts weiter erzählt, außer dem groben Inhalt:
Warum Pornographie schlecht ist und was Pornographie und Selbstbefriedigung in einer Beziehung kaputt machen –
und welche Auswirkungen das auf die Gottesbeziehung haben kann.
Biblisch gelebter Sex = gelebte Hingabe ✨
5 und mehr Gründe für den Verzicht von Pornographie – Tobi Braun:
- Verzehrtes Bild von Sex
- Verdrehtes Rollenbild:
- der Mann ist dominant, die Frau gehorcht und macht bei allem mit
- Hoher Suchtfaktor
- Tendenz zum Extremen: schnelle Gewöhnung + Abstumpfung
- Pornoindustrie: extrem ausbeuterisch
- Kompensation von Bedürfnissen: Sexualdrang, Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit, Anerkennung und Bewunderung, Belohnung, Genuss, Wohlbehagen, sich gut fühlen, Abenteuer, Kick, Beziehung und Verbundenheit
Gerne kann ich noch genauer darauf eingehen.
Schreib mir dazu gern persönlich, wenn du noch mehr Fragen hast.
Wenn du hier klickst, kommst du zu einem Teaching von Johannes Hartl
(römisch-katholischer Theologe, Philosoph und Leiter des Gebetshauses) 🎥
Ist zwar schon etwas älter, trifft aber den Nagel ganz gut. 🔨
Donnerstag war unser erster Schichttag.
Also läuft mein Leben ab jetzt in diesem Rhythmus:

GZ = Gemeinschaftszeit
JG = Jüngerschaftsgruppe
Log = Stamm
Von jetzt an werde ich die Beiträge hier (hoffentlich) kürzer und häufiger machen.
Sonst sage ich mal, dass mindestens ein Beitrag im Monat kommt.
Jetzt gibt es noch ein paar Ereignisse, die während der Wochen passiert sind.
Ich lese aktuell zwei Bücher, beide sind sehr spannend. 📚
Das erste ist das, welches ich bis Ende November fertig haben muss:
„Einfach Gott hören“ – Pete Greig.
Ich habe jetzt ungefähr die Hälfte geschafft.
Es soll mir, wie der Titel schon sagt, leichter machen, Gott zu hören.
Es zeigt mir, auf welche Art ich Gott hören kann und was es mir leichter macht.
Der Kern ist, mit Jesus eine Beziehung zu führen.
Jesus sagt:
„Nur durch mich kommt ihr zum Vater.“
Und durch das Wort Gottes können wir Jesus kennenlernen und auch Gott hören. ✨

Das zweite Buch ist „Das Erbe der Schatten“ – Robin Hobb, ein Fantasy-Roman in der Welt Elderling, der die Geschichte von Fitz, einem unehelichen Königskind, erzählt, das durch Intrigen, Magie und Loyalität seinen Platz in einer Welt voller Gefahren und Machtkämpfe finden muss.
Zuhause wartet das essen und die die es zubereiten!
Die Pfannenkuchentorte war schon echt gut, damit wollte ich aber nicht aufhören.
Was ich sonst den letzten Monat gekocht und gebacken habe ist auch nicht ohne.
Pancakes, Brot, Pfannekuchen, Brötchen, Nudeln, Bolognese, Reis - Allerlei eben 🥖🧅




Paar Bilder dazu gibt's hier
Aber essen ist nicht alles, trinken ist auch wichtig.🍷
So haben wir uns an einem Abend zusammen gesetzt und gemütlich auf dem Balkon Wein getrunken und mit ein paar andern Männern aus dem Haus über Gott und die Welt geredet.

WG-Leben läuft – hier das Wort zum Sonntag von Mathis:
„Welch Ehre, mich hier zu verewigen. Simon und ich lieben Johannes sehr, sehen viel Potenzial in ihm und freuen uns auf den JJ nach der Flame.
Nein, natürlich ist er wundervoll – schon jetzt – und ich genieße es sehr, mit ihm zu leben.
Er ist wirklich ein Bruder durch und durch.“

Simon: KOLLEGGE!😁
Fast täglich schaffe ich es, mein Essen vorzubereiten.
Diese Woche mache ich jeden Tag verschiedene Bolognese, kein Witz (: 🍝
Ist super 👍
Nicht so abwechslungsreich, aber mehr macht mein Wochengeld gerade nicht her.
Du willst mir ein Mittagessen finanzieren? Das geht hier 😁💕

Vielen Dank!
Als nächstes nehmen ich dich noch mit auf meine erste Stadionerfahrung … und zweite. ⚽
Das erste Mal war echt cool:
Wir waren ca. 20 Personen der Flame und haben eine weitere Heimspiel-Niederlage von FC Augsburg miterlebt – direkt aus der Ultra-Kurve.
Der Lobpreisleiter hat uns eingeheizt, und manche von uns haben lautstark mitgegröhlt.
Es war wirklich verrückt, aber auch schön. 😄




Lobpreisleiter im Stadion
Die zweite Stadionerfahrung war BVB gegen Augsburg, diesmal vom Gästeblock aus.
Joel, ein Mit-Flamie, hat mir das Ticket ausgegeben (vielen Dank nochmal!).
Mit ihm und Mathis war ich dort.
Dieser Lobpreis war eine ganz andere Erfahrung:
Die Fans von BVB haben schon vor dem Spiel angefangen und noch etwa eine Stunde nach dem Spiel immer wieder Hymnen gesungen und geschrien. 🔥
Sätze wie:
„Durch meine Adern fließt gelb-schwarzes Blut, und mein Leben gebe ich dir, meinem BVB.“
„Mein ganzes Leben gehört dir, ich bin immer für dich da.“
Bei solchen Sätzen bin ich fröhlich ausgestiegen und habe mir das Spektakel einfach angeschaut.
Miterlebt habe ich außerdem eine Pyroshow und eine Demonstration gegen den DFB.

Das Absurdeste war das Ende:
Nachdem der BVB das Spiel gewonnen hatte, kam die Mannschaft zu uns, hat sich verbeugt und ist direkt wieder gegangen.
Die erste Reaktion des Gästeblocks war wildes Buhen.
Da das aber nichts genutzt hat, fingen die Fans an zu rufen:
„Wir brauchen euch nicht! Wir brauchen euch nicht!“
War alles bisschen verrückt aber trotzdem eine interessante Erfahrung – nächstes Mal schaue ich aber lieber von den Sitzplätzen aus zu.

Spannend ist auch, wie ich zum Stadion gekommen bin.
Da mein Fahrrad immer noch nicht priorisiert wurde, fehlt auch weiterhin das Pedal.
Also hat sich Mathis erneut freiwillig erbarmt, mein Fahrer zu sein.
So hat mich Mathis von Bobingen nach Inningen gezogen, und von da ist Joel mit eingestiegen. 🚴♂️

Diesen Luxus kann ich nur empfehlen.
Bemerkenswerte Erfahrung.
Ich angeleint
Und so, während er mich wieder nach Hause zog, ist mir ein Gedanke gekommen:
Diese Beziehung, die sich durch dieses Gespann zeigt, ist die Beziehung zwischen mir und Gott.
Ich werde einfach nur gezogen. Ich kann nichts tun, um das Tempo zu beschleunigen, ich kann nur bremsen und meinen Prozess stoppen.
Wenn ich versuche, selbst irgendwie voranzukommen, bringt es mir nichts, denn es kommt der Moment, in dem mir die Kraft ausgeht, ich nicht mehr kann und einfach nur noch gezogen werde.
Es ist eine pure Abhängigkeitsbeziehung – bzw. eigentlich nicht.
Wenn ich versuchen würde, selbst das Tempo vorzugeben, würde ich schleichen und viel, viel länger brauchen, um das Ziel zu erreichen.
Vielleicht würde ich es sogar gar nicht erreichen, weil mir einfach die Geschwindigkeit fehlt.
So lasse ich mich fallen und ziehen – das ist für mich am leichtesten.
Es ist nicht immer einfach, und tatsächlich muss ich auch aufpassen, auf dem Weg zu bleiben.
Ich muss nicht zwingend das Lenkrad in der Hand halten, aber durch die Richtung, in die ich meinen Körper verlagere, ändert sich mein Pfad leicht.
Und wenn es ganz blöd läuft, könnte ich sogar fallen.
Aber auch wenn das passiert, weiß ich: Er hilft mir hoch und wartet auf mich, bis ich wieder bereit bin aufzusteigen und weiterzufahren.
Und er wird mich tragen bis ans Ziel.
Ich kann mich auf ihn verlassen.
Und mit diesen Worten lasse ich dich wieder ziehen.
Es war sehr angenehm, dich hier gehabt zu haben!
Nimm doch noch Gottes Segen mit, den ich hiermit über dich ausspreche 🔥
Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Resttag und eine Begegnung mit dem Heiligen Geist.
Wir hören uns spätestens im nächsten Beitrag.
— Amen 🙏

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