Woche 1 der Flame Academy
Eine Woche ist vergangen.
Um genau zu sein, erst fünf Tage, aber es fühlt sich so an, als wäre ich schon seit mehreren Wochen hier.
So ganz abgeschnitten von allen Kontakten ist es, als wäre ich hier in einer eigenen kleinen Welt, in der die Zeit ganz anders vergeht.
Vielen Dank für die Spenden, diese haben mir eine große Last abgenommen!!!
Nochmals danke ich euch!
Ich möchte dich, lieber Leser, liebe Leserin, mitnehmen in die letzten Tage und den Start der Flame, meine Gefühls- und Gedankenwelt, genauso auch das WG-Zusammenleben und die Orga für die nächsten zehn Monate.
Ich gehe diesmal detailliert auf die ersten drei Tage ein, um dir einen genaueren Einblick in mein Leben hier zu geben und anschließend auf ein paar Ereignisse, die ich für erwähnenswert halte.
In Zukunft werde ich wahrscheinlich eher auf besonders spannende Erlebnisse eingehen oder von Teachings und geistlichen Ereignissen berichten.
Ein paar Informationen habe ich noch bezüglich der Seite hier.
Leider funktioniert es nicht, Videos hochzuladen, daher muss ich diesbezüglich noch ein bisschen umdenken, da ich ein paar Sachen auf jeden Fall zeigen will.
Generell bin ich mit der Möglichkeit, Bilder zu teilen, nicht ganz zufrieden.
"Eine weitere Info habe ich noch.
Den Teil schreib ich jetzt 4 Tage später, als alles was du gleich Lesen wirst.
Ich hab doch echt länger gebraucht den Beitrag zu schreiben und herzurichten als ich erst dachte.
Bobingen ist wunderschön und ich könnte wirklich noch viel darüber zeigen.
Vielleicht werde ich das auch noch, vielleicht mach ich doch mehr als einen Beitrag pro Monat, vielleicht aber auch nicht.
Das sehe ich dann :D
In diesem Beitrag geht es nur um die Flame und das WG Leben.
Vielleicht folgt irgendwann auch ein Beitrag in dem ich nur Bilder zeige und etwas dazu schreibe.
Ein paar Ideen hab ich jetzt schon, die Zukunft wird zeigen was daraus wird."
- Los gehts!!
Montag, 29.09.2025
Zusammen mit Papa fahre ich recht früh von zu Hause los.
Um kurz nach 13 Uhr kommen wir in Bobingen an. Zusammen tragen wir die restlichen Umzugskartons ins Haus – die restlichen, da ich vor einer Woche schon hier war, um heute nicht mehr so viel transportieren zu müssen.
Leider fällt mir dabei trotzdem auf, dass ich nicht nur einige Klamotten vergessen habe, sondern auch mein Stagepiano.

Hier ein Video mit Room- und Wohnungstour:
https://youtube.com/shorts/6iXK8IziXuo
Nach dem abgeschlossenen Einzug sind wir noch gemeinsam essen gegangen.
Zum Asiaten, gerade einmal 200 Meter Luftlinie von unserer Wohnung entfernt.
Top-Essen, 10/10.
Papa ist gegangen, und mein Mitbewohner Simon Nassal ist aus dem IKEA zurückgekommen.
Das sei zu Simon gesagt:
Er ist ein Riese von 23 Jahren – ein Hüne von 2,95 Metern Größe, aber mit einem Herz so weich wie Butter und einem sehr ruhigen Gemüt.
(Grüße gehen raus an Lukas Waidelich ❤️)
Braunes, kurzes Haar und sportlich gebauter Körper.
Er kommt ursprünglich von der deutschen Seite des Bodensees und war das letzte Jahr über auf einer Bibelschule in Salzburg.
Trotzdem ist er nicht schüchtern, sondern ehrlich und freundlich.

Vom Typ Mensch eher strukturiert und planungsorientiert und mit einem mega Herz für Jesus und genauso einem Verlangen nach Begegnung und Gemeinschaft mit ihm wie ich.
Konfession: katholisch und immer bereit, Fragen diesbezüglich zu beantworten.
Sei es zum Beispiel die Rolle von Maria als Fürbitterin und nicht, wie ich häufig annahm, als eine Art Heilige, die angebetet wird.
Beim Heiligen Geist sagt man, dass er das, was ich zu ihm sage, an den Herrn weitergibt und die Substanz meiner Bitte ihm übermittelt.
So ist es auch mit Maria: Man richtet sich im Gebet an sie mit der Bitte, das Gesprochene mit den richtigen Worten an den Herrn weiterzugeben.
Aber genauso ist er ausgestattet mit Humor und Freude am Sein.
Gemeinsam haben wir so ein bisschen den restlichen Tag verbracht – mit Reden und Planen der WG.
Zum Tagesabschluss haben wir uns in seinem Zimmer getroffen und gemeinsam dem Herrn gedankt und unsere Anliegen im Gebet zu ihm gebracht.
30.09.2025
Geschlafen hab ich so semi-gut.
Vor meinem Fenster ist eine Reinigungsanlage, die sich alle 30 Minuten automatisch aktiviert und dazu da ist, die Singold zu reinigen.
Den genauen Prozess hab ich noch nicht ganz verstanden – auf jeden Fall ist es laut.
Am frühen Mittag zieht Mathis in die WG ein, damit sind wir vollständig.
Mathis:

Größentechnisch passen wir echt gut zusammen – er mit seinen 1,36 Metern ergänzt unser Trio sehr gut!
Auch blondbraunes Haar.
Er war das letzte Jahr in Afrika und davor mit der DMG in Asien.
Auch blondbraunes Haar und einen Schnurri der jedes weibliche Wesen erfolgreich auf Abstand hält.
Er, im Gegensatz zu mir, ist auch strukturiert und planungsorientiert.
Dafür aber sehr aufgeweckt, fast schon hyperaktiv.
Hat immer einen dummen Spruch auf Lager.
Und wenn man nachts mit Fahrrädern durch den Starkregen fährt, kann man mit ihm auch einfach dumm sein –
alles rausschwätzen, ohne nachzudenken.
Auch positiv zu erwähnen: Er hat einen Sinn für Ordnung und ist unglaublich selbstlos.
So mag ich es zum Beispiel, die Küche nach dem Benutzen wieder sauber zu hinterlassen;
fängt er einfach an, das Bad und den Flur zu putzen, und Simon macht die Wäsche aller, ohne dass ihn jemand dazu auffordert.
Stand jetzt passen wir echt gut zusammen.
Ich bin gespannt, was Gott mit uns vorhat.

... So, wieder zurück zum Text ...
Sein Dad lädt uns noch zum gemeinsamen Einkaufen ein und spendiert uns den ersten vollen Kühlschrank!
Ohropax landen heute in meinem Einkaufswagen.
Außerdem habe ich ein Fahrrad gekauft.
Ich habe mich auf Kleinanzeigen umgeschaut und schnell ein passendes Fahrrad gefunden.
Ein Termin am selben Tag war auch noch möglich – und zack, war das Fahrrad gekauft.
Von einem sehr freundlichen älteren Mann mit großem Mitteilungsbedürfnis.

Ich bin direkt mit dem Fahrrad aus der Mitte Augsburgs zurück nach Bobingen gefahren ... zumindest war das der Plan.
Nach 15 Minuten ist mir nämlich der hintere Reifenmantel gerissen – und damit auch gleich der Reifen.
Ich habe beim Kauf nicht darauf geachtet, wie gut der Zustand davon ist – es war mir gar nicht klar, dass das ein Ding sein könnte, so wenig Ahnung habe ich von Fahrrädern.
Im leichten Nieselregen habe ich dann mein Fahrrad zum nächsten Fahrradladen geschoben – das waren 20 Minuten Fußmarsch.
Nach weiteren 20 Minuten wurde mir ein neuer Reifen montiert, und ich konnte weiterfahren.
Zuhause angekommen, machen wir uns als WG noch Hühnchen mit Reis und beenden den Tag dann recht früh mit unserer Gebetsroutine.
Natürlich nicht, ohne die Story noch erzählt zu haben.
01.10.2025
Wir fahren mit dem Fahrrad zum Gebetshaus – 30 Minuten dauert die Fahrt, und alles läuft gut.
Wir fahren zu sechst.
Mit uns im Haus wohnen noch 11 weitere Flame-Teilnehmer, oder auch Flamies genannt:
5 Jungs und 6 Mädels,
aufgeteilt auf zwei geschlechtergetrennte 7er-WGs.
(Bezüglich Gästen:
Ich darf Gäste im Haus empfangen, wann immer ich will.
In meinem Zimmer ist Platz für zwei weitere Personen mit Isomatte.
Ganz oben im Haus haben wir auch noch einen Gemeinschaftsraum mit Schlafmöglichkeit.
Das ist eine komplette Wohnung, die aber bewusst für das ganze Haus als Gemeinschaftsraum dienen soll.
Dort ist es möglich, bis zu 20 weitere Personen unterzubringen (zum Beispiel für die Mehr-Konferenz).
Falls ihr also Interesse habt, vorbeizukommen, sagt mir früh genug Bescheid, damit ich eine Reservierung für den Raum erstellen kann –
oder in geringer Zahl in meinem Zimmer.
Auch für die Flame ist es möglich, Gäste zu empfangen.
Falls ihr Lust habt, einen Tag mitzuerleben, kann ich das auch ankündigen.
Dann dürft ihr an einem Tag Flame dabei sein und an Teachings und der Gebetszeit teilnehmen.)
Im Gebetshaus werden wir feierlich begrüßt!
Es gibt Sekt und O-Saft.
Das Flame-Team: Silas Rink und Conny Bühler, sowie die Gebetshausleitung Constantin Maasburg und Johannes Hartl.
Johannes Hartl wirkt etwas gestresst, nimmt sich aber trotzdem die Zeit, verschiedene Grüppchen zu begrüßen und mit einzelnen Flamies ins Gespräch zu gehen.
Aktuell zu sehen in der Story unseres Instagram-Accounts:
https://www.instagram.com/flameacademy_gebetshausschule/
Anschließend folgt eine Zeit mit Lobpreis und Gebet, die auch zur täglichen Routine werden sollte.
Dann eine Vorstellungsrunde mit je einem Satz zu sich selbst und einem bewussten Schritt, in dem wir Ja zu unserem Platz in der Flame sagen.
Im Oktober läuft es etwas anders als in den kommenden Monaten.
In diesem Monat wird der Hauptfokus auf die Gemeinschaft gelegt – wir dürfen ankommen und haben ein paar extra Teachings.
Außerdem ist es so, dass wir anstatt vier Stunden fester Gebetszeit – wie in den restlichen neun Monaten – nur zwei Stunden fest im Gebetsraum verbringen dürfen,
und zwar entweder morgens vor dem Programm (08:00–10:00) oder nachmittags nach dem Programm (17:00–19:00) in jeweils zwei Schichtgruppen.
Vorerst (im Oktober) verbringe ich für anderthalb Wochen die zwei Stunden vor dem Programmstart im Gebetsraum; danach findet der Wechsel statt.
Es gibt insgesamt vier Schichtgruppen, die mit Buchstaben benannt sind.
Diese vier Schichtgruppen (A/B/C/D) sind den vier Schichtzeiten über den Tag zugeteilt, die wir ab dem 06.11.2025 übernehmen werden.
Diese setzen sich aus der Früh-, Tag-, Spät- und Nachtschicht zusammen.
Ich bin in der Schichtgruppe B – was bedeutet, dass ich ab November mit der Tagschicht im Gebetsraum starte.
Im Oktober wird es außerdem noch weitere besondere Aktivitäten geben –
darunter zum einen eine Klassenfahrt zum Starnberger See, um eine noch tiefere Gemeinschaft in der Klasse herzustellen.
Wobei das jetzt schon echt in die Tiefe geht.
Es ist einfach etwas anderes, wenn sich eine Klasse freiwillig zusammenfindet, um zehn Monate mit Gott zu füllen und im Glauben zu wachsen,
als wenn es eine Gruppe von Menschen ist, die eigentlich gar nicht da sein will.
Die Klasse besteht aus 35 Personen, darunter zwei Ehepaare im Alter von Anfang und Mitte 40,
etwa 23 Personen im Alter von 18–24 Jahren, fünf Personen im Alter von 28–32 Jahren und dann noch drei Personen zwischen 40 und 50 Jahren.
Vom Typ Mensch ist auch alles dabei.
Mit meiner Eigenschaft, in Gesprächen direkt mit tiefen Fragen zu starten, haben sich hier echt schon spannende Gespräche entwickelt.
Was außerdem im Oktober noch stattfindet, sind die kontemplativen Tage –
fünf Tage, in denen wir komplett auf Medien aller Art und das Sprechen verzichten werden.
„Aller Art“ bedeutet nicht nur Elektronisches, sondern auch Klavierspielen, Bass zupfen oder Bücher lesen.
So werden wir fünf Tage mit unseren Gedanken konfrontiert.
Da kann erfahrungsgemäß auch echt viel hochkommen, was tief verborgen in einem ist.
Das Ganze findet vom 11.10. bis 15.10. statt und wird von Johannes Hartl geleitet.
Dann findet noch der Flamazing Race statt, unter dem ich mir bisher nichts vorstellen kann,
was auch noch in keinem Wort weiter erwähnt wurde.
Das hier ist der Stundenplan ab November:

Sechs Tage die Woche haben wir Programm:
Vorträge, Ministry, Kleingruppe, Mentoring, weiteres und Gebetsschichten.
Nur am Samstag haben wir kein Programm, sondern nur die festen Gebetszeiten,
und der Sonntag ist frei.
Mehr Infos dazu gibt’s im November!
Ein weiterer Punkt ist das Lesen: Wir haben acht Bücher bekommen, die wir immer in gewissen Zeiträumen durchlesen sollen.
Darunter zum Beispiel: „Einfach Gott hören“ von Pete Greig oder „Das Ende der Rastlosigkeit“ von John Mark Comer.
Nach dem Beenden eines Buches soll jeweils ein Buchprotokoll erstellt werden.
Ferien haben wir über die zehn Monate wie folgt:
Weihnachtsferien: 14.–26.12.2025
Osterferien: 02.–10.04.2026
Pfingstferien: 24.–31.05.2026
Das war’s soweit mit den wichtigsten Infos und den ersten Tagen.
Seit Donnerstag haben wir täglich einen oder gleich zwei Vorträge.
Am Donnerstagvormittag hat Johannes Hartl über das Thema
„Faszination Gott“ gesprochen – darin ging es darum, wie Gott in seinem Wesen ist und was das mit uns zu tun hat.
Den Vortrag kann man auf YouTube nachhören:
https://www.youtube.com/watch?v=JI_ysr96cT0
Weitere Vorträge kann man auch hier auf dem YouTube-Kanal vom Gebetshaus Augsburg anhören:
https://www.youtube.com/@GebetshausAugsburg/videos
Am darauffolgenden Tag hat Conny Bühler über das Thema Identität gesprochen –
unsere Identität und wie Gott uns sieht, wer wir in seinen Augen sind.
Am Samstag durfte ich Teil des Big Saturday sein – einem neuen Event des Gebetshauses.
Es waren ungefähr 300 Gäste da.
Hauptorganisatorin ist Isabel Wüthrich, die ich auch nochmal neu kennenlernen durfte.
Es war sofort die Walddorfer/Monhardter Freundlichkeit zu spüren.
Richtig cool zu sehen, was bei ihr geht und wo sie jetzt steht.
Dort gab es Lobpreis und Workshops.
Ich war bei Veronika Lohmer, die uns erklärt hat, was Lobpreis für sie bedeutet und wie wir ganz praktisch mit Lobpreis und Musik in die Herzenshaltung der Anbetung kommen können.
Das haben wir dann auch praktisch ausgeführt.
Der ganze Saal durfte singen –
der erste Vers von Psalm 27: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“ – in den verschiedensten Tonlagen und Lautstärken.
So sieht’s im Inneren aus:
https://youtube.com/shorts/67WDcIZGGWY
Und wieder kommt der Punkt Identität.
An dich, der du vielleicht denkst: „Ich kann nicht singen“ – denk mal darüber nach.
Deine Stimme gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt.
Wenn du nicht singst, fehlt eine Stimme, die Gott zuruft, und er liebt deine Stimme!
Denn er hat sie gemacht.
Er hat dich von Anfang an gesehen und dich genau so geschaffen, wie du bist.
Und er sagt: Du bist perfekt.
So – vielleicht solltest du das hören.
Ich darf jetzt schon merken, dass sich etwas in meinem Herzen bewegt
und Gott arbeitet.
Ich habe das Gefühl, dass ich hier genau richtig bin.
Mein Herz zeigt mir, dass sich etwas in mir bewegt.
Ich wünsche mir zwar immer wieder, dass es sofort passiert,
aber so funktioniert Entwicklung nicht.
Das Ganze ist ein Prozess – und das ist gut so!
Ich persönlich habe Schwierigkeiten, auf meine Emotionen zuzugreifen.
Mein Opa ist Samstag vor einer Woche gestorben.
Rational bin ich traurig, und gefühlsmäßig war es drei Tage lang auch wirklich ein Downer,
aber die Emotionen kamen nicht so, wie ich es gerne hätte oder erwartet habe –
in Form von Tränen und wirklichem Trauern.
Aber mein Herz hat da eine Mauer aufgebaut, bei der ich hoffe und bete, dass diese eingerissen wird.
Das ist eine Baustelle bei mir, bei der ich auch um Fürbitte bitte (:
Genauso auch um Vertrauen, dass Gott versorgt – in allen Dingen.
Und um die Unterstützung darin, mein Ich zu 100 % ihm abzugeben und diese Zeit ganz auszuschöpfen!
Es gab auch ein kurzes Treffen mit Niko Brösamle, bei dem mir komplett die Worte gefehlt haben.
Ich wollte viel sagen, aber nichts ist rausgekommen – nur Stammeln.
Irgendwie passiert das immer, wenn ich Niko begegne,
und es ist auch immer noch ein komisches Gefühl, ihn hier zu sehen.
Aber es ist schön zu sehen – und auch von allen Seiten zu hören –,
was für ein Segen und eine unschätzbare Bereicherung er für das Gebetshaus ist.
So ein bisschen wünsche ich mir das auch für mich selbst ...
Ach so, eine Sache noch zu Samstag:
Wir drei Jungs sind zusammen mit dem Fahrrad nach Augsburg zum Big Saturday gefahren.
Auf halber Strecke denke ich nochmal über den Kauf des Fahrrads nach:
„Hab schon mehr aus mir selbst heraus gehandelt und Gott nicht vertraut beim Kauf.
Hab das alles selbst gemacht und Gott nicht mal gefragt, ob ich das nehmen soll –
schon in der Erwartung, dass ich seine Antwort eh nicht verstehe.“
Weniger als eine Minute später spüre ich irgendwas am rechten Pedal – und zack, mein Pedal fliegt ab!
Ich halte an und lache erstmal laut – die beiden Jungs auch.
Das Pedal lässt sich auch nicht mehr reinstecken, das Gewinde ist abgebrochen ...
„Also, laufen, toll.“ – Nein, nein! Mathis zieht mich.
Er nimmt sein Fahrradschloss, gibt mir das eine Ende und hält selbst das andere Ende.
Also fahren wir so weiter xD
Ich mit dem rechten Fuß am Boden im Laufradmodus
– mehr Deko als wirkliche Hilfe –
und er vor mir fährt und zieht.
Hier sehr schön zu sehen:
Video: https://youtube.com/shorts/KU-HbvEthS4
So kommen wir dann doch sicher in Augsburg an – viele Blicke lagen auf uns.
Long story short:
Ein Flamie, der sich mit Fahrrädern auskennt, sagt, dass er mir hier ohne sein Werkzeug nicht helfen kann.
Also zwei Optionen:
Bahn fahren oder wieder ziehen lassen.
Nachdem ich Mathis zweimal gefragt habe, machen wir uns gemeinsam wieder auf den Rückweg.
Antwort war beide Male gleich:
„Ja, machen wir! Keine Diskussion, kein Problem!“
Nach wenigen Metern fängt es erst an, stürmisch zu werden,
und kurz darauf beginnt es zu regnen – erst leicht, dann schnell stärker.
Am Ende ziehen wir durch und fahren so die gesamte Strecke wieder im Starkregen zurück!
Bereut haben wir beide nichts – die Erfahrung war’s wert.
Nächstes Mal zieh ich ihn.
„So“ – der altbekannte Schenkelklopfer, wenn es an der Zeit ist, sich auf den Heimweg zu machen.
Du bist am Ende angekommen – herzlichen Glückwunsch.
Ein von mir freundlich gemeinter und doch bestimmter Händedruck verabschiedet dich in die Gegenwart zurück.
Danke fürs Lesen.
PS: Bonus-Video: https://youtube.com/shorts/RH3Z73t-XY8
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